Die Jury des 16. Internationalen Beethoven Klavierwettbewerbs Wien

Wir freuen uns, die Mitglieder der internationalen Jury des 16. Internationalen Beethoven Klavierwettbewerbs Wien vorstellen zu können!

Diese angesehenen Beethoven-Expertinnen und Experten haben die Aufnahmen der 1. Runde online bewertet, und im Oktober 2021 in Wien die 2. Runde und das Finale vor Ort bewertet.

Jan Jiracek von Arnim (Deutschland), Vorsitzender der Jury

Jan Jiracek von Arnim stammt aus einer deutsch-böhmischen Musikerfamilie und wurde 1973 in Hannover geboren. Er studierte u.a. am „Mozarteum“ Salzburg bei Hans Leygraf und ist Gewinner zahlreicher internationaler Klavierwettbewerbe, u.a. Busoni (Bozen) und Maria Canals (Barcelona). Für seine Interpretationen von Werken von Ludwig van Beethoven und Olivier Messiaen bekam er besondere Preise und Auszeichnungen.

Seine internationale Karriere startete mit seinem Erfolg beim „Van Cliburn International Piano Comeptition“ 1997 in Fort Worth, Texas. Er konzertiert regelmäßig in bedeutenden Musikzentren, u.a. Carnegie Hall New York, Philharmonie Berlin, Musashino Hall Tokio. In Zusammenarbeit mit den Organisationen „Imagination Celebration“ und „Young Audiences of America“ in den USA tritt er regelmäßig im Rahmen von Music Education Programs auf und hat so bereits vor mehr als 20.000 amerikanischen Schulkindern gespielt.

Seit 2001 unterrichtet er das Hauptfach Klavier an der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Seine Studierenden erhalten regelmäßig Preise bei internationalen Klavierwettbewerben, zuletzt den 1. Preis beim „Top of the World“ 2019 (Norwegen), 1. Preis „Tucumán“ 2019 (Argentinien) und 1. Preis „Unisa“ 2020 (Südafrika).

Jan Jiracek von Arnim gab zuletzt Meisterkurse für die „Piano Teacher’s Association Japan“, für die Wilhelm Kempff-Stiftung in Positano (Italien), und für die Paderewski Academy in Bydgoszcz (Polen). Er ist regelmäßig Jury-Mitglied bei großen Wettbewerben, u.a. beim „Hamamatsu International Piano Competition“, „Busoni International Piano Competition“, „Tchaikovsky International Piano Competition for young musicians“.  Seit 2011 ist er künstlerischer Leiter des Internationalen Beethoven Klavierwettbewerbs Wien.

Boris Berman (Israel / USA)

Boris Berman tritt regelmäßig in mehr als 50 Ländern in sechs Kontinenten auf. Seine begeistert aufgenommenen Konzerte beinhalten Auftritte mit folgenden Orchestern: Concertgebouw Amsterdam, Gewandhaus  Leipzig,  Philharmonia London, Toronto Symphony, Israel Symphony, Detroit Symphony, Houston Symphony, Atlanta Symphony, St. Petersburg Philharmonie und Royal Scottish Orchestra. In internationalen Konzertserien gab er zahlreiche Klavierabende und wirkte auch in wichtigen Festivals mit.

Geboren in Moskau, studierte er  am Tschaikowsky Konservatorium mit dem angesehenen Pianisten Lev Oberin. 1973 verließ er trotz blendender Karriere die Sowjetunion, um nach Israel zu emigrieren, wo er sehr schnell zu einem der meist verpflichteten Pianisten wurde. Gegenwärtig lebt er in New Haven, USA.

Als Lehrer internationalen Formats ist Boris Berman auch Leiter der Klavierabteilung der Yale School of Music und gibt Masterclasses in der ganzen Welt. Er wurde sowohl vom Shanghai Conservatory, als auch vom China Conservatory Beijing und vom Danish Royal Conservatory zum Ehrenprofessor ernannt. Sehr häufig wird er als Juror zu internationalen Wettbewerben eingeladen.

Nominiert für den Grammy, hat Berman alle Solowerke von Prokofiew und Schnittke aufgenommen, außerdem alle Sonaten von Skrjabin, Werke von Mozart, Weber, Schumann, Brahms, Franck, Strawinsky, Berio, Cage und Joplin. Vor kurzem erschienen die Klavierstücke von Johannes  Brahms beim französischen Label Le Palais des Degustateurs.

Im Jahr 2000 veröffentlichte der angesehene Verlag Yale University Press Bermans  Notes from the Pianists Bench. In diesem Buch, das in etliche Sprachen übersetzt wurde, erforscht er Probleme der Klaviertechnik und der musikalischen Interpretation. 2017 wurde die neu revidierte  Version, erweitert durch Audio-  und Video-Beiträge, veröffentlicht. Bei Yale University Press erschien auch sein Buch Prokofiews Klaviersonaten: Ein Führer für den Hörer und den Interpreten. 

Berman ist auch Herausgeber  der neuen kritischen Edition von Prokofiews Klaviersonaten (Shanghai Music Publishing House).

2019 und 2020 konzertierte und unterrichtete Boris Berman in Österreich, China, Holland, Israel, Italien, Polen, Portugal, Spanien, in der Schweiz und in den USA.

Rico Gulda (Österreich)

Rico Gulda, 1968 in Zürich geboren, wuchs in München auf und erhielt dort ersten Klavierunterricht von seiner Mutter Yuko. Es folgte Unterricht bei Ludwig Hoffmann, er sein Klavierstudium bei Noel Flores an der Musikuniversität abschloss. Postgradual folgte eine Ausbildung zum Akad. Kulturmanager an der Universität Wien.

Zunächst eine Laufbahn als Musiker einschlagend, konzertierte Rico Gulda bei internationalen Festivals und mit Orchestern wie dem New Japan Philharmonic, Mozarteum Orchester Salzburg, Orchestra della Svizzera italiana, Orchestra G. Verdi Milano, Orchestre National de Belgique, Sinfonia Varsovia, Wiener KammerOrchester, uvm. Besondere Höhepunkte waren Konzerte im Gedenken an seinen Vater Friedrich Gulda mit Martha Argerich und seinem Bruder Paul, in Wien mit den Wiener Philharmonikern. Der Mitschnitt eines solchen Festkonzertes aus Tokio erschien auf DVD. Unter den zahlreichen CD-Einspielungen sei die bei EMI  erschienene „Musik zu Sisi´s Hochzeit“, mit erstmals aufgeführten Werken aus der „Huldigungskassette“ Wiener Compositeure aus dem kaiserlichen Hochzeitsjahr 1854, hervorgehoben.

Rico Gulda unterrichtete am Mozarteum in Salzburg,  in Seoul/Südkorea,  sowie zunehmend als Gastdozent für Kulturmanagement, z.B. in Wien, an der Franz-Liszt-Akademie in Budapest, Hochschule für Musik Würzburg und der Donau-Universität Krems. Regelmäßig wird er als Juror zu internationalen Wettbewerben (Long-Thibaud/Paris, Rio de Janeiro, Bolzano, Fort Worth, sowie in Hong Kong und China) eingeladen.

Vertiefende Recherchen zu einer (mit dem ECHO Klassik Preis ausgezeichneten) CD-Produktion mit den Bach-Variationen des Beethovenforschers und Brahmsfreundes Gustav Nottebohm führten zur genauen Beschäftigung mit dessen Werk, dem sich Rico Gulda gerne als Dissertationsthema nähern würde.

Er wirkte als Festivalleiter und Manager des New Yorker Absolute Ensemble, ehe er 2007 in das Team des Wiener Konzerthauses als Persönlicher Referent des Intendanten eintrat.

Als Künstlerischer Betriebsdirektor programmiert er seit 2013 mit seinem Team die knapp 600 Eigenveranstaltungen pro Saison im Wiener Konzerthaus. Er ist zudem seit 2014 künstlerischer Leiter der Oberösterreichischen Stiftskonzerte.

Bernd Goetzke (Deutschland)

Bernd Goetzke wurde in Hannover geboren und bereits mit 13 Jahren als Student an der Musikhochschule Hannover aufgenommen, wo er bis zu seinem Konzertexamen 1975 bei Karl-Heinz Kämmerling studierte.

Eine wichtige Phase seiner pianistischen Ausbildung war die intensive Zusammenarbeit mit Arturo Benedetti Michelangeli (1969 – 1977), der ihn als seinen letzten Schüler bezeichnete. Ebenso nahm er an Beethoven-Kursen bei Wilhelm Kempff und Claudio Arrau teil.

Bernd Goetzke wurde vielfach mit Preisen ausgezeichnet (uner Anderem in Paris, Mailand, Epinal, Athen und Brüssel). Sein Konzertrepertoire umfaßt Werke aller Epochen, von Scarlatti und Bach über Haydn, Beethoven, Schumann und Debussy bis hin zu Werken des 20. Jahrhunderts, worin sich seine Faszination für die vielfältige und reichhaltige Epoche zwischen Spätromantik und Avantgarde widerspiegelt.

Bereits im Alter von 25 Jahren wurde er Dozent an der Musikhochschule Hannover und schließlich dort 1982 zum Professor ernannt. Heute ist Bernd Goetzke einer der meistgesuchten deutschen Klavierpädagogen. Er unterrichtet eine internationale Klasse junger Pianisten aus der ganzen Welt, von denen viele selbst Preisträger wurden. Außerdem unterrichtet er in Meisterkursen auf der ganzen Welt.

Bernd Goetzke ist Leiter der Soloklassen an der Musikhochschule Hannover. Auch außerhalb der Hochschule engagiert er sich für die Ausbildung junger Musiker, etwa als Juror internationaler Musikwettbewerbe (Moskau, München, Bozen, Orléans, Oslo, London, St. Petersburg, Kharkov, Salt Lake City, Hilton Head, Shenzen, Shanghai, Sendai) oder als küntlerischer Beirat des Braunschweig Classix Festival. Seit dem Jahre 2000 ist der Direktor des von ihm gegründeten “Institut zur Frühförderung musikalisch Hochbegabter” an der Musikhochschule Hannover, das Vorbildwirkung für die gesamte deutsche Musikhochschullandschaft hat.

Mari Kodama (Japan)

Mari Kodama wird beständig für ihre Virtuosität in einem breiten Spektrum an Repertoire gelobt, das sowohl Orchester- als auch Kammermusik- sowie Solowerke von Komponisten aller Epochen umfasst. Zudem ist sie für ihre natürliche Musikalität, klangliche Ausdrucksstärke mit einer klaren Form und auch als maßstabsetzende Beethoven-Interpretin bekannt.

Das Klavierwerk Ludwig van Beethovens bildet einen Schwerpunkt in Mari Kodamas Diskographie und ihre Interpretationen sind maßstabssetzend. Sie ist eine der wenigen Pianistinnen, die alle seine 32 Klaviersonaten für CD eingespielt hat. Die 2014 bei Pentatone erschienene Box wurde von der Kritik hervorragend besprochen. Im Herbst 2019 veröffentlichte sie Beethovens Nulltes Klavierkonzert WoO 4, sein nahezu unbekanntes Jugendwerk, das gemeinsam mit seinem Rondo für Klavier und Orchester WoO 6 und seinen „Eroica“-Variationen für Klavier solo op. 35 die Beethoven CD – Box mit sämtlichen Klavierkonzerten Beethovens sowie dem Tripelkonzert gemeinsam mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin und Kent Nagano ergänzen wird (Berlin Classics).

Seit ihrem New Yorker Rezital-Debüt in der Carnegie Hall 1995 spielt Mari Kodama mit den führenden Orchestern und Dirigenten in den maßgeblichen Konzerthäusern dieser Welt. So spielte sie etwa mitdem Göteborgs Symfoniker, dem London Philharmonic Orchestra,dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, den Bamberger Symphonikern, dem NDR Sinfonieorchester, dem SWR Symphonieorchester, dem London Philharmonic Orchestra, dem Los Angeles Philharmonic, dem Detroit Symphony Orchestra, dem Orchestre symphonique de Montréal oder Orchestre National de France. In ihrer Heimat Japan spielte sie u.a. mit dem NHK Symphony Orchestra in Tokyo sowie den Symphonieorchestern von Kyoto, Hiroshima und Osaka. Festivals, auf denen Mari Kodama spielte, umfassen u.a. das Verbier Festival, das Festival International de Piano La Roque d’Antheron, das Aldeburgh Festival of Music, Mostly Mozart in New York, das Schleswig-Holstein Musik Festival und den Kissinger Sommer.

Durch ihre Konzertaktivität bringt Mari Kodama immer wieder Raritäten der Klaviermusik weltweit zu Gehör. Sie spielte etwa Stenhammers Klavierkonzert Nr. 2 in Göteborg sowie New York und hat mit Viviane Hagner zusammen Alban Bergs Kammerkonzert für Klavier und Violine aufgeführt – sowohl mit Jyväskylä Sinfonia als auch mit dem DSO Berlin. Daneben hat sie 2013 gemeinsam mit Momo Kodama Jean-Pascal Beinthus’ Doppelkonzert für Klavier mit dem Orchestre Philharmonique de Monte Carlo uraufgeführt sowie die kanadischen Erstaufführungen von Jörg Widmanns Stücken Valse Bavaroise und Humoresken beim Orford Festival 2010 gespielt.

Neben ihren Auftritten übernimmt Mari Kodama auch die Rolle als künstlerische Leiterin von Musikfestivals: Sie war Mitbegründerin und Leiterin des Kammermusik-Festivals „Forest Hill Musical Days“ in San Francisco, einer Konzertreihe, die sie zusammen mit ihrem Mann Kent Nagano ins Leben gerufen hat, und leitete die Kammermusikreihe des Orford Music Festivals. 2018 übernahm sie die künstlerische Leitung des Festivals „Tra Luce & Sogno“ in Postignano, Italien, für das sie Künstler, wie z.B. Christian Gerhaher, Matt Haimowitz und Gerold Huber, neben anderen gewinnen konnte.

In den vergangenen Saisons bekam Mari Kodama weltweit anerkennendes Lob für ihre Auftritte. Highlights waren u.a. Beethovens Klavierkonzert Nr. 2 mit den Göteborgs Symfoniker unter der Leitung von Santtu-Matias Rouvali, Schönbergs Klavierkonzert mit dem SWR Symphonieorchester und Kent Nagano in Stuttgart und Freiburg, Duo-Konzerte mit Momo Kodama in Paris, Japan, Ungarn und Deutschland mit Werken von Mozart, Adams, Eötvös, Strawinsky, Ravel, Debussy, Bizet und Tschaikowski sowie ein Rezital mit Vadim Repin beim Montrealer Viree Classique Festival.

Mari Kodama wurde in Osaka geboren und wuchs in Düsseldorf und Paris auf. Am Conservatoire National in Parisstudierte sie bei Germaine Mounier und mit Geneviève Joy-Dutilleux Kammermusik. Zudem arbeitete sie mit Tatiana Nikolaeva und Alfred Brendel zusammen. Mari Kodama ist ein Steinway Artist.

Avedis Kouyoumdjian (Armenien / Österreich)

Avedis Kouyoumdjian wurde in Beirut/Libanon geboren. Er entstammt einer armenischen Adelsfamilie.

Mit zwölf Jahren wurde er als jüngster Student im Hauptfach Klavier an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien aufgenommen. Er studierte bei den Professoren Dieter Weber, Noel Flores, Alexander Jenner und Georg Ebert an der mdw, sowie bei Djanko Iliev, Stanislaw Neuhaus und Alica Kezeradze.
1981 gewann er den 6. Internationalen Beethoven-Klavierwettbewerb in Wien. Seither tritt er als Solist und Kammermusiker in vielen namhaften Konzertsälen in Europa, USA, Canada und Japan auf. Er musizierte mit bekannten Orchestern und nahm an vielen internationalen Festivals teil. Avo Kouyoumdjian ist ein gern gesehener Juror bei internationalen Wettbewerben, sowie Leiter zahlreicher Meisterkurse im In- und Ausland.
Es erschienen weltweit zahlreiche Tonträger, auf denen seine Klavierkunst dokumentiert ist.
Der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien ist er bereits seit 1987 mit einem Lehrauftrag verbunden.
Seit 1997 ordentlicher Universitätsprofessor für Klavierkammermusik an der Abteilung Tasteninstrumente der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Er ist Mitbegründer des Joseph Haydn Institutes für Kammermusik, Alte Musik und Neue Musik, welches er von 2002 bis Oktober 2010 als Vorstand leitete (derzeit Vorstandstellvertreter).
Seit Oktober 2010 ist Avedis Kouyoumdjian Studiendekan für Instrumentalstudien, an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien.
Er ist Initiator und Gründer des Internationalen Joseph Haydn Kammermusik-Wettbewerbes an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien.
Vom Sommer 2004 bis 2008 war er künstlerischer Leiter des Festival „Piano à St. Ursanne“ in der französischen Schweiz.

2016 wurde er an der „Chapelle Musicale Reine Elisabeth“ in Belgien zum Professor für Konzerfach Klavier ernannt.

Soo-Jung Shin (Südkorea)

Soo-Jung Shin erhielt ihre musikalische Ausbildung an der Seoul National University, an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (damals Akademie) und am Peabody Conservatory of Music, Baltimore. Zu ihren Lehrern zählten Chung Jin-Woo, Josef Dichler,  Leon Fleisher, Wilhelm Kempff und Maria Curzio Diamond. Sie gewann zahlreiche Preise in Wettbewerben u.a. Dong-A National Competition Korea, Elena Rombro-Stepanow Wettbewerb Wien und  im Stipendien Wettbewerb des Deutschen Industrie -Verbands. Ebenso wurden ihr der Korean Academy of Arts Award und 2011 seitens der deutschen Regierung das Verdienstkreuz 1. Klasse verliehen.

Sie debütierte im Alter von 13 Jahren mit Mozarts Klavierkonzert Nr. 20, begleitet vom Seoul Philharmonic Orchestra. Soo-Jung Shin konzertierte seither mit zahlreichen Orchestern wie beispielsweise London Philharmonic, Tokyo Philharmonic, Seoul Philharmonic, KBS und NHK Symphony unter den Dirigenten Lim Won-Shik, Leon Fleisher, Wolfgang Sawallisch, Sir John Pritchard, Asahina Takashi und Iwaki Hiroyuki. Sie gab u.a. Konzerte mit Ruggiero Ricci, Nicolai Gedda, Janos Starker und Chung Kyung Wha.

In internationalen Wettbewerben wie ARD, Seoul, Tokyo, Köln, UNISA, Dublin, Hamamatsu, Wien, Sendai und Leeds fungierte sie als Jurorin. Im Alter von 26 Jahren wurde sie jüngstes Fakultätsmitglied an ihrer Alma Mater, dem College of Music an der Seoul National University. Außerdem unterrichtete sie an der Seoul High School of Arts und an der Kyung Won University, wo sie Leiterin der School of Music war.  Im Jahr 2000 kehrte sie an die Seoul National University zurück und wirkte dort bis zu ihrer Emeritierung 2007. Als erste Frau in der Geschichte der Universität wurde sie Dekan des College of Music. 2009 wählte man Soo-Jung Shin zum Mitglied der Korean National Academy of Arts. Gegenwärtig ist sie Professor emeritus ihrer Universität und Vorsitzende des Great Mountain Music Festivals und des Schools Steering Committee. Sie teilt ihre Zeit zwischen Konzertieren, Unterrichten, Masterclasses, Klavierseminaren und der Aufgabe als Vorstandsmitglied des Seoul Arts Center.

Wu Ying (China)

Wu Ying wurde in Shanghai als Sohn einer Musikerfamilie geboren. Sein Vater ist Komponist und Musikwissenschaftler , seine Mutter Pianistin. Seinen ersten Unterricht erhielt er im Alter von fünf Jahren von  seiner Mutter. Er absolvierte das Central Conservatory of Music in Beijing und schloss sein Studium mit einem Master Diplom ab. Danach studierte er mit Paul Badura-Skoda an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst In Wien, wo er 1984 sein Studium abschloss. Im selben Jahr wurde er Fakultätsmitglied im Central Conservatory of Music in China. Das Chinese State Council und die State Council Commission verliehen ihm den Special Contribution Award. 1994 trat er in die Klavierabteilung des Shanghai Conservatory ein, wo er bis 2004 die Leitung innehatte, bis er als Professor und Institutsleiter ins Central Conservatory of Music in Beijing berufen wurde.

Er konzertierte in China und in vielen europäischen Ländern, so in der Tschechischen Republik, in Rumänien,Österreich, Spanien, Deutschland, Frankreich, Griechenland und in der Schweiz. Außerdem gab er eine Serie von Live-Konzerten für die BBC. Klavierabende spielte er im Enescu Music Festival in Bukarest und beim Chopin Musikfestival in Polen. Häufig tritt er im Fernsehen auf, arbeitet mit vielen chinesischen Orchestern zusammen und produziert CD-Aufnahmen von diesen Auftritten.

Wu Ying war Jurymitglied bei vielen internationalen Wettbewerben, so z.B. beim Concours de Genève, beim Busoni-Wettbewerb in Bozen, beim Liszt-Wettbewerb in Weimar und beim Internationalen China Klavierwettbewerb. 

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